LG-Marienfeld

Sportverein Schwarz-Weiss Marienfeld 1930 e.V.

>>> ab Mittwoch 07.09.-19.10.2016 Laufkurs für Anfänger und Wiedereinsteiger ab 18.30 Uhr Clubheim Marienfeld <<<
174 Starter trotzen in Marienfeld der Hitze - 39. Lutterlauf: Michelle Rannacher lässt der Konkurrenz über zehn Kilometer keine Chance.

Gleichschritt: Felix Reckendrees und Michelle Rannacher liefen beim Lutterlauf gemeinsam vorne weg.
FOTOS: MARKUS NIELÄNDER

Von Markus Nieländer

Für eine starke Beteiligung am 39. Marienfelder Lutterlauf war das Wetter am Samstag zu gut. Bei praller Sonne und Temperaturen über 30 Grad nahmen nur 174 Läufer am "Klassiker" der LG Marienfeld teil. "Es war zu heiß. Ich kann jeden verstehen, der heute aus gesundheitlichen Gründen nicht gelaufen ist", zeigte LG-Chef Rainer Strototte auch für die Abstinenz vieler Stammkunden Verständnis. Ungeachtet der Hitze boten die Sieger Philipp Kaldewei (LV Oelde) über 5 Kilometer, Michelle Rannacher (DJK Gütersloh) über zehn Kilometer und Konrad Schulz (Bielefeld) auf der Halbmarathonstrecke indes herausragende Leistungen.

"Ich hatte mich auf das Schlimmste eingestellt, aber es war in Ordnung, wobei die ersten Kilometer schlimmer waren als die letzten", berichtete Rannacher nach ihrem Start-Ziel-Sieg in 40:34 Minuten. Mit einem flotten Anfangstempo von 3:50 Minuten für den ersten Kilometer hatte sich die Gütersloherin, die sich auf den Eindhovener Halbmarathon vorbereitet, an die Spitze des kleinen Feldes gesetzt. Als sie und ihr Vereinskollege Felix Reckendrees (3. - 40:34 Minuten) das Tempo zur Rennmitte reduzierten, war der Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Claudia Reimering (46:14 Minuten, SV Brackwede) schon deutlich.

Einen Start-Ziel-Sieg feierte auch Murat Bozduman (36:39 Min., LG Burg Wiedenbrück) über 10 Kilometer. Mit einem flotten Anfangskilometer von 3:25 Minuten hatte der 33-Jährige einen deutlichen Vorsprung zwischen sich und die Konkurrenz gelegt. Danach ließ er es ruhiger angehen. "Ich hatte schließlich eine Wettkampfpause von sechs Wochen, weil ich zuvor schon 19 Läufe in diesem Jahr bestritten hatte."

Eigentlich wollte Philipp Kaldewei über zehn Kilometer an den Start gehen, entschied sich dann aber wegen der Hitze für die fünf Kilometer. "Die Strecke war größtenteils schattig", begründete der 35-Jährige, der nach einem ausgeheilten Achillessehnenanriss erst seinen dritten Wettkampf bestritt und mit 16:49 Minuten eine tolle Zeit erzielte, die "Abkürzung".

"Viel wichtiger als die Teilnehmerzahl ist, dass alle Teilnehmer gesund zurückkommen sind", erklärte sich Strototte angesichts der Bedingungen mit dem Starterfeld einverstanden. "Ich fand es ganz toll, dass einige Anwohner an der Strecke Wasserwannen oder Duschen aufgestellt haben", freute sich der LG-Chef über die Hilfe für sein 50-köpfigen Helferteam, das alle drei Kilometer eine Verpflegungsstelle aufgebaut hatte.

Zwölf-Stunden-Lauf endet vorzeitig

Generationenlauf - Beim „Run for fun“ in Marienfeld drehten Alt und Jung gemeinsam ihre Runden.
TEXT & FOTO: MARKUS NIELÄNDER

Leichtathletik: 14. Run for fun der LG Marienfeld wegen Gewitter und Starkregen abgebrochen. Heiko Redeker schafft 96 Kilometer.

Der Zwölf-Stunden-Lauf dauerte diesmal nur zehneinhalb Stunden: Die LG Marienfeld brach die 14. Auflage ihrer Veranstaltung "Run for fun" am Sonntag wegen Gewitter und Starkregen vorzeitig ab. "Es war trotzdem eine schöne, entspannte Veranstaltung", sagte Rainer Strototte, der das Event zusammen mit Rainer Standke, Willi Wittwer und Mechthild Tiek- mann organisierte. Als die Entscheidung um 17.30 Uhr fiel, mussten die Teilnehmer stellenweise durch knöcheltiefes Wasser laufen. "Das war wie eine Seenplatte", bedauerte Strototte. Zudem fiel der Strom aus, und nur knapp konnte die LG die Zettel für die Auswertung ins Trockene bringen.

Ausdauerndster Läufer war Heiko Redeker vom LC Solbad Ravensberg. Der Borgholzhausener hatte bis zum Abbruch 96 Kilometer absolviert und war auf dem Weg zu einer neuen Bestmarke. Rekordhalter Ralf Häusler (Versmold, 108 km) begnügte sich diesmal mit 36 Kilometer. Die zweitbeste Distanz schaffte eine Walkerin: Petra-Maria Lemmen (TV Telgte) marschierte 64,2 Kilometer. Auf Platz drei lief mit 62,4 Kilometer Jürgen Hermelbracht von TriSpeed Marienfeld. Der 50-Jährige nutzte den Lauf zur Vorbereitung auf den Ironman-Triathlon in Frankfurt.

Mit der Resonanz war LG-Chef Rainer Strototte zufrieden. 261 Teilnehmer liefen und walkten insgesamt 4.560 Kilometer. Weil die Veranstalter für jeden Kilometer zehn Cent an das Kinderhospiz in Bethel spenden, kamen 456 Euro zusammen. Erfreulich war die große Zahl von Nachwuchsläufern. 43 Kinder schnürten die Laufschuhe und erzielten dabei beachtliche Werte. Die längste Strecke lief der 15-jährige Marienfelder Nico Pelkmann mit 26,4 Kilometer.

Brief von Pastor Ulrich Pohl, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Sehr geehrte Damen und Herren der Laufgruppe Marienfeld,

über Ihre sehr großzügige Spende von 600,00 Euro für die Arbeit des Kinder-und Jugendhospiz Bethel haben wir un sehr gefreut. Ganz herzlich danke ich Ihnen dafür, dass Sie kranke Kinder und ihre Familien unterstützen.

Mit dem Kinderhospiz in Bethel wurde ein Haus errichtet, in dem lebensverkürzend erkrankte Kinder und ihre Familien qualifiziert und fürsorglich begleitet werden. Hier können die betroffenen Familien Kraft tanken, und sie können ihre Sorgen und Ängste mit Menschen teilen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden.

Dass die Familien im Kinderhospiz neue Kraft und Zuversicht schöpfen können, verdanken wir auch Menschen wie Ihnen. Nochmals ganz herzlichen Dank für Ihre wichtige Hilfe.

Mit guten Wünschen grüße ich Sie freundlich aus Bethel

Pastor Ulrich Pohl