Andreas Schrade Dienstag, 5. September 2017 von Andreas Schrade

Partnerstadt - Freundeskreis

Mit dem Rad in die Partnerstadt - Freundeskreis: Sieben Aktive der "Staubwolke" Marienfeld werden am September auch Mazsalaca besuchen. Die deutsch-lettische Freundschaft nimmt so richtig Fahrt auf.

Wieder auf großer Fahrt: Die Aktiven der „Staubwolke“ Marienfeld werden im September mit ihren Rennrädern auch die Partnerstadt Mazsalaca ansteuern. Unser Foto zeigt (v.l.) Ewald Pickhinke, Bernhard Kortenbreer, Franz-Josef Ossenbrink, Wilhelm Rövekamp, Karl-Heinz Greßmeyer, Norbert Daut und Helmut Kuhre.

FOTO: RICHARD ZELENKA

Ein Bericht in der NW über den Freundeskreis Harsewinkel - Mazsalaca und die im Rat frisch beschlossene Partnerschaft mit dem Städtchen in der lettischen Partnerregion Valmiera weckte das Interesse der Aktiven von "Staubwolke". Die Marienfelder Hobbyradler, die sich mit ihren Rennrädern alljährlich einer großen sportlichen Herausforderung stellen, beschlossen spontan, Mazsalaca im Rahmen der ohnehin geplanten Ostseetour einen Kurzbesuch abzustatten.

Sieben Mitglieder der seit 37 Jahren bestehenden Unterabteilung des Sportvereins Schwarz-Weiß (SW) Marienfeld werden sich vom 2. bis 10. September auf die insgesamt etwa 700 Kilometer lange Schleife machen, die sie in vier Etappen bewältigen wollen, wie die "Staubwolke"-Aktiven Norbert Daut und Helmut Kuhre bei der jüngsten Zusammenkunft des deutsch-lettischen Freundeskreises im Gasthof Wilhalm erläuterten. Gute Tipps für ihren Trip erhielten die Radler von Pamela Westmeyer. Die stellvertretende Bürgermeisterin (CDU) ist, wie mehrfach berichtet, zusammen mit ihrer SPD-Amtskollegin Regina Meißner-Schlömer nach mehreren Besuchen der kleinen baltischen Republik die Initiatorin und treibende Kraft des Partnerschaftsprojektes.

Da geht´s lang: Pamela Westmeyer (Freundeskreis)bespricht mit Norbert Daut und Helmut Kuhre (v.l.) die Tour nach Mazsalacain Lettland.

"Für uns ist es ein interessantes Ziel. Wir freuen uns auf den Besuch in der Partnerstadt", sagte Daut, der die Details der Tour vorstellte. Mit der Fähre steuern die Radsportler zunächst den litauischen Ostseehafen Klaipeda an. Vor dort geht es über Litauen in die lettische Hauptstadt Riga. Von dort nehmen die Radler die etwa 170 Kilometer lange Strecke nach Mazsalaca in Angriff, wo sie am 5. September eintreffen und auch übernachten werden. "Leider kommt die Delegation des Kreises erst einen Tag später nach Lettland", bedauerte Pamela Westmeyer. Der weitere Weg von "Staubwolke" führt nach der Stippvisite in der Partnerstadt über Finnland bis in die finnische Hauptstadt Helsinki.

Nach dem einstimmigen Beschluss des Rates Anfang April, eine offizielle Partnerschaft einzugehen, geht es zügig voran, wie Pamela Westmeyer vor den Aktivisten des Freundeskreises berichtete. Der Wortlaut der Partnerschaftsvereinbarung soll in der Ratsitzung am 14. Juni verabschiedet werden. Gedruckt wird der Text in deutscher und lettischer Sprache auf feinstes geschöpftes Büttenpapier im Format A 3. Ein großer Tag für die Städtefreundschaft ist der Freitag, 7. Juli. Im Beisein des lettischen Ministerpräsidenten Maris Kucinskis sowie des ehemaligen Staatspräsidenten Andris Berzins werden beim deutsch-lettischen Sommerfest auf dem historischen Reckenberg in Wiedenbrück die Partnerschaftsurkunden unterzeichnet. Schon am Vormittag besuchen die Gäste aus Mazsalaca Harsewinkel. Für sie wurde ein umfangreiches Programm organisiert. Neben der Besichtigung des Heimatmuseums Marienfeld und des Sportbereichs des Hotels Klosterpforte wird auch eine Führung durch die Abteikirche mit anschleißendem Konzert vorbereitet. Nach der Besichtigung der Sägemühle Meier Osthoff schauen sich die Letten den Technoparc der Firma Claas an. Dabei ist auch Ministerpräsident Kucinskis. Um 17 Uhr ist ein Empfang im Rathaus geplant; die Gäste werden sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Für den Sonntag, 9. Juli, hat der Marienfelder Gärtner Leonhard Sieweke ein weiteres Highlight organisiert: Im Gemäldesaal des alten Abtei wird ab 11 Uhr die lettische Folkloregruppe "Griezs" Lieder ihrer Heimat singen.

Die nächste Zusammenkunft des Freundeskreises ist am Mittwoch, 21. Juni, um 19 Uhr im Kaminzimmer des Heimathauses. Alle, die sich für die deutsch-lettische Partnerschaft interessieren, sind dazu eingeladen.

Viel zu tun für den Freundeskreis

  • Aus der Runde kamen viele Anregungen für die künftige Arbeit des Freundeskreises. So gibt es Überlegungen, einen Beitrag zur Sanierung der evangelischen Kirche in Mazsalaca zu leisten. Fenster und Dach des Gotteshauses aus dem 18. Jahrhundert sind marode.

  • Außerdem will man die Weihnachtspäckchenaktion des Gymnasium nach Kräften unterstützen und auf dem Weihnachtsmarkt einen Standen betreiben, um Geld für die diversen Hilfsaktivitäten zu sammeln.

  • Pamela Westmeyer: „Es gibt viele Bereiche, in denen wir noch aktiv werden können.