Mister Schwarz-Weiss

Marco Thiemann Freitag, 22. Februar 2019 von Marco Thiemann

„Mister Schwarz-Weiß“ jetzt Ehrenmitglied

Bericht und Foto von Markus Nieländer
Aus den Versammlungen: SW Marienfeld zeichnet Urgestein Heinrich Becker aus und plant die Sanierung des Vereinsheims Marienfeld.

  • SW Marienfeld hat einen Sturm überstanden, steht jetzt aber vor der nächsten Herausforderung. Nachdem der Umbau einer Sporthalle zum Jugendtreff mit knapper Ratsmehrheit abgewendet wurde, müssen die Schwarz-Weißen jetzt die Sanierung und Renovierung des Vereinsheims bewältigen.

  • Dafür stellt die Stadt Harsewinkel dem Verein einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der beteiligte Architekt hatte dagegen einen Sanierungsbedarf von knapp einer Million Euro gesehen. Jürgen Garnschröder, Vorsitzender des Sportvereins, stellte den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung in der SaR-Arena den Stand der Dinge vor: „Eigentlich gehört die Bauleitung nicht in ehrenamtliche Hände. Aber wir werden es jetzt mit den 500.000 Euro versuchen, zumal ich den Eindruck habe, dass wir eine solche Summe für die Sanierung nicht noch einmal zur Verfügung gestellt bekommen.“

  • Zuversichtlich stimmt ihn die Tatsache, dass sich einige Vereinsmitglieder bereiterklärten, bei der Sanierung Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Förderbetrag der Stadt Harsewinkel wollen die Schwarz-Weißen das Clubheim mitsamt den Umkleiden, Sanitär- und Geräteräumen von Grund auf sanieren und um 100 Quadratmeter vergrößern. Zudem plant der Verein, das Inventar durch Spenden (und notfalls eigene Mittel) zu erneuern. Bis zu 10.000 Euro will er dafür einwerben.

  • Positiv fiel der Kassenbericht von Schatzmeister Ulrich Nüßing aus. Bei Einnahmen von 274.130 Euro und Ausgaben von 273.692 Euro erwirtschafteten die Marienfelder einen Überschuss von 448 Euro. Die Vereinsgröße sank leicht, blieb aber mit 1.351 Mitgliedern auf einem hohen Niveau. Gut aufgestellt sieht der SWM-Chef den Verein auch in Bezug auf die Ausstattung mit Trainern, Übungsleitern und Betreuern. „Unsere Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr über 5.500 Übungsstunden geleistet“, so Garnschröder.

  • „Es wird wieder mehr ausgedruckt“ - Jürgen Garnschröder Vorsitzender SW Marienfeld

    Zusätzlichen Aufwand bescherte dem Verein die Umsetzung der im Mai wirksam gewordenen Datenschutzgrundverordnung. „Wir arbeiten seitdem nur noch mit verschlüsselten Dateien, und es wir wieder mehr ausgedruckt“, erklärte der Vorsitzende.

  • In dieser Zeit hat er sowohl sportlich als auch organisatorisch viel bewegt. Als Fußballer gewann Becker mit der Jugend 1950 die Kreismeisterschaft. Später gehörte er zur legendären Mannschaft, die zwischen 1956 bis 1961 dreimal Kreismeister bei den Senioren wurde. Neben dem Fußball galt die Leidenschaft dem Turnen, Schwimmen und Laufen. Als Walker ist der gebürtige Marienfelder immer noch wöchentlich bei der Winterlaufserie aktiv.

    Becker engagierte sich aber auch als Jugendtrainer im Fußball und Übungsleiter im Hallensport. Darüber hinaus half er im Sportunterricht an der Schule aus und war einer der Initiatoren bei der Gründung der Altherren-Fußball- und der Sportabzeichen auf dem Sportplatz. „Heinrich Becker ist Mister Schwarz-Weiß“, würdigte Jürgen Garnschröder in seiner Laudatio die Verdienste des Ehrenmitglieds.

Sportverein Schwarz-Weiss Marienfeld 1930 e.V.
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