Mister Schwarz-Weiss

Donnerstag, 27. Juni 2019

DFB-Ehrenamtspreis für Reinhard Peitsch

Bericht und Foto von MARC SCHULTZ-COULON
Ausgezeichnet: Eingerahmt von Bernd Wehmeyer (l.) und FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski (r.) nahm Reinhard Peitsch den Ehrenamtspreis des DFB entgegen.

  • DFB-Ehrenamtspreis für Reinhard Peitsch
    Fußball: 62-Jähriger Marienfelder erhält die Auszeichnung in Hamburg von Bernd Wehmeyer.

    Ehrenvolle Auszeichnung für Reinhard Peitsch: Der „Mister Fußball“ des Sportvereins Schwarz-Weiß Marienfeld wurde für sein 40-jähriges ehrenamtliches Engagement vom Deutschen Fußball-Bund mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet.

  • Während einer Feierstunde in Hamburg erhielt der 62-Jährige als einer von fünf westfälischen Vereinsfunktionären die Auszeichnung aus den Händen des früheren HSV-Profis Bernd Wehmeyer. Insgesamt vergab der DFB den Preis an 40 Mitarbeiter aus dem gesamten Bundesgebiet. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Stadtrundfahrt, Hafenbesichtigung, Besuch eines Zweitliga-Handballspiels und gutes Essen rundeten das Dankeschön-Wochenende ab. „So richtig kennengelernt hat man die anderen Ehrenamtspreisträger aber leider erst am letzten Abend, das war schade“, erklärte Peitsch.

  • Neben einer Urkunde erhielt er eine schmucke Uhr mit DFB-Emblem. Zum Fußball kam der in Gütersloh geborene Peitsch schon als Kind. Nach dem Umzug 1963 von Gütersloh nach Marienfeld schloss er sich SW Marienfeld an und durchlief dort alle Jugendteams bis zur ersten Herrenmannschaft. 1978 stoppte eine Sportverletzung, erlitten im Spiel gegen die TSG Rheda III, seine Fußballkarriere. „Der Arzt hatte mir nach einer Kopfverletzung mit Hirnblutung zwei Jahre Sportpause verordnet. Ich wollte aber beim Sport bleiben und den Spaß am Fußball weitergeben“, erklärt Peitsch seinen Wechsel ins Ehrenamt.

  • Nach erfolgreicher Trainertätigkeit in der A- und B-Jugend von SW Marienfeld wurden der FC Gütersloh und Wiedenbrück auf den Inhaber des Trainer-B-Scheins aufmerksam. Schnell zog es Peitsch aber wieder nach Marienfeld, wo er die 1. Mannschaft als Trainer übernahm. Zusammen mit Bernd Huchtkötter, Josef Palmier und Hermann Kalläne gab er auch das Startsignal zur Gründung des SWM-Fördervereins. Als Fußballobmann, Abteilungsleiter und Mannschaftsbetreuer bekleidete der selber sportlich aktive Peitsch bis heute fast alle Ämter in der Fußball-Abteilung. Zudem steht er seit 20 Jahren als Sportabzeichenabnehmer auf dem Platz. Für sich selbst hat Peitsch das Joggen entdeckt.

Freitag, 22. Februar 2019

„Mister Schwarz-Weiß“ jetzt Ehrenmitglied

Bericht und Foto von Markus Nieländer
Aus den Versammlungen: SW Marienfeld zeichnet Urgestein Heinrich Becker aus und plant die Sanierung des Vereinsheims Marienfeld.

  • SW Marienfeld hat einen Sturm überstanden, steht jetzt aber vor der nächsten Herausforderung. Nachdem der Umbau einer Sporthalle zum Jugendtreff mit knapper Ratsmehrheit abgewendet wurde, müssen die Schwarz-Weißen jetzt die Sanierung und Renovierung des Vereinsheims bewältigen.

    Dafür stellt die Stadt Harsewinkel dem Verein einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung gestellt.

  • Der beteiligte Architekt hatte dagegen einen Sanierungsbedarf von knapp einer Million Euro gesehen.

    Jürgen Garnschröder, Vorsitzender des Sportvereins, stellte den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung in der SaR-Arena den Stand der Dinge vor: „Eigentlich gehört die Bauleitung nicht in ehrenamtliche Hände. Aber wir werden es jetzt mit den 500.000 Euro versuchen, zumal ich den Eindruck habe, dass wir eine solche Summe für die Sanierung nicht noch einmal zur Verfügung gestellt bekommen.“

  • Zuversichtlich stimmt ihn die Tatsache, dass sich einige Vereinsmitglieder bereiterklärten, bei der Sanierung Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Förderbetrag der Stadt Harsewinkel wollen die Schwarz-Weißen das Clubheim mitsamt den Umkleiden, Sanitär- und Geräteräumen von Grund auf sanieren und um 100 Quadratmeter vergrößern. Zudem plant der Verein, das Inventar durch Spenden (und notfalls eigene Mittel) zu erneuern. Bis zu 10.000 Euro will er dafür einwerben.

  • Positiv fiel der Kassenbericht von Schatzmeister Ulrich Nüßing aus. Bei Einnahmen von 274.130 Euro und Ausgaben von 273.692 Euro erwirtschafteten die Marienfelder einen Überschuss von 448 Euro. Die Vereinsgröße sank leicht, blieb aber mit 1.351 Mitgliedern auf einem hohen Niveau. Gut aufgestellt sieht der SWM-Chef den Verein auch in Bezug auf die Ausstattung mit Trainern, Übungsleitern und Betreuern. „Unsere Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr über 5.500 Übungsstunden geleistet“, so Garnschröder.

  • „Es wird wieder mehr ausgedruckt“ - Jürgen Garnschröder Vorsitzender SW Marienfeld

    Zusätzlichen Aufwand bescherte dem Verein die Umsetzung der im Mai wirksam gewordenen Datenschutzgrundverordnung. „Wir arbeiten seitdem nur noch mit verschlüsselten Dateien, und es wir wieder mehr ausgedruckt“, erklärte der Vorsitzende.

  • In dieser Zeit hat er sowohl sportlich als auch organisatorisch viel bewegt. Als Fußballer gewann Becker mit der Jugend 1950 die Kreismeisterschaft. Später gehörte er zur legendären Mannschaft, die zwischen 1956 bis 1961 dreimal Kreismeister bei den Senioren wurde. Neben dem Fußball galt die Leidenschaft dem Turnen, Schwimmen und Laufen. Als Walker ist der gebürtige Marienfelder immer noch wöchentlich bei der Winterlaufserie aktiv.

    Becker engagierte sich aber auch als Jugendtrainer im Fußball und Übungsleiter im Hallensport. Darüber hinaus half er im Sportunterricht an der Schule aus und war einer der Initiatoren bei der Gründung der Altherren-Fußball- und der Sportabzeichen auf dem Sportplatz. „Heinrich Becker ist Mister Schwarz-Weiß“, würdigte Jürgen Garnschröder in seiner Laudatio die Verdienste des Ehrenmitglieds.

Sportverein Schwarz-Weiss Marienfeld 1930 e.V.
Für den Inhalt und Aktualität sind die jeweiligen Abteilungsleiter der einzelnen Abteilungen zuständig.