Samstag, 7. März 2020

Motto fürs Jubiläum: Wir bewegen Marienfeld

Aus den Versammlungen: Sportverein Schwarz-Weiß hat einige Probleme, aber auch viele Erfolge.

Von Markus Nieländer

Der vor 90 Jahren gegründete Sportverein SW Marienfeld scheint in seinem Jubiläumsjahr gut aufgestellt zu sein. Er freut sich über moderne Sportstätten und ein komplett saniertes und erweitertes Klubheim. Doch in einigen der elf Abteilungen gibt es Handlungsbedarf. Marco Thiemann kündigte beklagte bei der Jahreshauptversammlung ein Arbeiten „gegen Windmühlen“ und kündigte nach 32 Jahren an der Spitze der Badminton-Abteilung frustriert seinen Rücktritt an. „Im Jugendbereich fühle ich mich inzwischen als Animateur und Motivator zugleich. Dabei sind mir Lust und Spaß abhanden gekommen.“ Thiemann erklärte, die Jugendmannschaft trotz Qualifikation nicht für die Bezirksliga melden zu wollen, weil die Spieler nicht regelmäßig trainieren und auch an den Spieltagen die nötige Einstellung vermissen lassen würden. Andere Abteilungen äußerten sich während der Versammlung in der SAR-Arena ähnlich.

Es gab aber auch erfreuliche Neuigkeiten für die knapp 50 anwesenden Mitglieder.

Jubilare: Beate Kieseleit, Nicholas Cave, Hilke Bisping, Burkhard Strobel, und Elisabeth Cave (v.l.) sind seit 25 Jahren Mitglied im Sportverein Schwarz-Weiß Marienfeld.
FOTO: MARKUS NIELÄNDER

Die Abteilung Gymnastik/Turnen unter Petra Westbeld zeigte ihr breites Angebot, die Laufgruppe verbuchte neben zahlreichen sportlichen Aktivitäten einen neuen Rekord bei der Winterlaufserie, und Abteilungsleiter Andreas Schrade schaffte es, die Radsportler aus ihrem „Dornröschenschlaf“ zu wecken. Mit einem Trainingsangebot lockte Schrade 30 neue Mitglieder in die Abteilung und hat mit den Radsportlern in diesem Jahr viel vor.

Das führte auch dazu, dass Jürgen Garnschröder für den Gesamtverein mit 1.354 Mitgliedern ein kleines Plus vermelden konnte. Beeindruckt zeigte sich der 1. Vorsitzende vom Einsatz der 97 Trainer und Übungsleiter, die im vergangenen Jahr insgesamt 5.538 Übungsstunden anboten. Kassenwart Ulrich Nüßing bilanzierte bei Einnahmen von 264.198 Euro und Ausgaben von 263.400 Euro einen leichten Überschuss von 797 Euro. Angesichts eines positiven Kassenbestands steht der Sportverein finanziell auf gesunden Füßen. Dies ist um so wichtiger, als die Sanierung und der Umbau des Klubheims trotz des zusätzlichen Zuschusses der Stadt Harsewinkel von 85.000 Euro zum Teil aus Eigenleistungen zu finanzieren ist. „Wir haben schon einiges an Spenden eingenommen, es kann aber gerne noch mehr werden“, warb Garnschröder um Unterstützung. Das Jubiläum möchte der Verein am 4. April mit 700 Gästen im Forum der Klosterpforte feiern. Die Vorbereitungen für die Schwarz-Weiße-Nacht laufen bereits. „Das Motto lautet: „Wir bewegen Marienfeld“. Jürgen Garnschröder verwies auf die soziale Bedeutung des Vereins. „Wir bringen im Sport Menschen aller sozialen Schichten und Kulturen zusammen.“

Bei Wahlen gab es keine Überraschung. Garnschröder wurde zusammen mit Sabine Homeyer (Stellvertreterin), Thomas Krieft (2. Stellvertreter), Ulrich Nüßing (Kassenwart), Klaus Birwe (Geschäftsführer), Rainer Standke, Susanne Schmidt, Carina Lohde (Beisitzer) en bloc einstimmig wieder in den Vorstand gewählt.

Einen breiten Raum nahmen die Ehrungen ein. Andreas Schrade wurde für seinen Einsatz in der Radsportabteilung zum zweiten Mal als Sportler des Jahres ausgezeichnet. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Hilke Bisping, Beate Kieseleit, Sabine Strototte, Burkhard Strobel, Elisabeth und Nicholas Cave die Silberne Vereinsnadel. Gold für 40 Jahre Treue erhielten Theo Austerman, Reinhard Haffert und Gerhard Tiekmann.

Sportverein Schwarz-Weiss Marienfeld 1930 e.V.
Für den Inhalt und Aktualität sind die jeweiligen Abteilungsleiter der einzelnen Abteilungen zuständig.

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